dorothy
Die Zeit vergeht unendlich langsam..
Wenn ich dann an deinem Bett sitze, deine kalten Hände halte und dich ansehe.. springen mir die Tränen in die Augen.
Wach auf! All' diese Maschinen, all diese Geräusche, die Ärzte die ständig reinkommen.
"Unverändert". Bitte halte durch, ich brauche dich, du schaffst das, wir warten hier auf dich.

10.1.14 10:17


Er hat es nicht geschafft, er ist im Januar von uns gegangen. Jetzt ist es schon vier Wochen her und ich realisiere es immer noch nicht. Ich warte ständig auf ihn. Er wird schon irgendwann wieder die Tür reinkommen. Dann holen mich die Bilder ein, Blut, das Atmen, die Maschinen, Intensivstation, tausend Schläuche und dann der Anruf Nachts um 0:30 Uhr. Um 1:17 ist er gegangen, aber nein ich glaube das nicht! Mein Vater verlässt mich nicht, ich brauche ihn. Ich will nicht ohne ihn weitermachen. Er war doch mein Held und ich seine kleine Prinzessin... Wir hatten noch so viel vor! Und jetzt soll einfach alles vorbei sein? Das kann nicht wahr sein! Nicht jetzt, nicht so plötzlich, nicht er! Verdammte Scheiße, meine Kräfte schwinden, 42 Kilogramm, Drogen, Opiate, es tut mir so leid Papa... Aber anders schaffe ich den Alltag nicht! Komm bitte einfach wieder zurück...

Und ich dachte schlimmer kann es nicht mehr kommen, doch jetzt wird mir bewusst, das der Tod, eines der schlimmsten Dinge ist. Ein unvorbereiter, ein Schicksalsschlag einfach aus dem Nichts. Boom und alles ist anders. Gehofft und gewartet und trotzdem verloren. Mein Glaube ist jetzt defintiv in Gott weg. Ich werde nie über diesen Verlust hinweg kommen und diese Bilder werde ich ohne psychotherapeutische Hilfe nicht loswerden. Doch ich hab auch jeglichen Lebenswillen verloren, ich mach für meine Mutter weiter. Meine Albträume bringen mich noch um und mein Verstand ist ja schon dabei... Papa wo bist du?!
19.2.14 19:51


Intensivstation, überall höre ich die Monitore, die Beatmungsmaschinen. Rein gehen trau ich mich nicht, meine Nerven drehen so schon durch.
Schädel-Hirn-Trauma, starke Hirnblutungen, Kreislaufkollaps, künstliches Koma...
Wieso? Was wäre wenn ich nur 1 Minute früher gekommen wäre?
Wirst du es schaffen? Wirst du so sein wie früher? Wirst du dich an Mama und mich erinnern?
Wirst du leben können?
Meine letzten Worte an dich bereue ich so sehr, ich hätte das alles nicht sagen dürfen.
Und dann ständig dieses Bild im Kopf, wie du da liegst..
Halte durch

7.1.14 16:34


4:30 die Nacht.
Ich höre jemanden die Treppe hochgehen, dann ein Poltern, denke mir nichts böses.
Trotzdem gehe ich mal nachschauen, nicht das mein Dad wieder Glas durch das Haus geworfen hat.
Dann liegt er da, die Beine noch auf der Treppe, neben ihm die Flaschen Korn.
Er ist bewusstlos, stabile Seitenlage, überall Blut, alles kommt hoch. Ich muss noch kurz den Rettungsdienst anrufen. 10 Minuten später sind sie da, mit Notarzt.
Viel mehr hab ich nicht mitbekommen, ich war weg.
Versunken in meinen Gedanken, so viel Blut, mir ist immer noch übel.
2013 war ein Scheiß Jahr und 2014 fängt genauso an.
Sehe echt keine Verbesserung, keine Hoffnung, keine Perspektive.
Wozu soll ich morgen zum Vorgespräch? Ich werde absagen.
Die Tage sind gezählt, es tut mir leid.
6.1.14 11:37


Freiheit,
dieses Wort hört sich befremdend an, ich bin doch gar nicht frei.
Heute beim Abschlussgespräch hat mir meine Therapeutin ihre Telefonnummer zugesteckt, falls etwass sein sollte, sie ist super!
F 60.3 - F 32.3 - F 43.1 - F 50.0 - F 19.1
hilfe...
17.12.13 19:31


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